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| Mini-Kraftwerk
zum Laden von Powerpacks |
In diesem, ausschliesslich für private Nutzung vorgeseher
Beschreibung, erkläre ich, wie man aus alten Computer-Komponenten ein kleines Mini-Wasserkraftwerk zum Laden von Powerpacks baut.
Hinweis: Ich übernheme keine
Garantie für irgendwelche Schäden am Powerpack.
Benötigte Komponenten:
1. Schrittmotor:
Für den ersten Versuch habe ich einen alten Laserdrucker (Apple
Laserwriter 600/16) zerlegt um an den Schrittmotoer zu gelangen.
Das vorhandene, aufgepresste Zahnrädchen habe ich darauf belassen.

2. Einen Ventilator:
Dieser stammt aus einem alten Netzteil (120 mm Durchmesser). An diesem
befindet sich hinter einem Aufkleber und einer darunter verborgenen
kleinen Plastikabdekung der Arretierungsmechanismus für den Propeller.
Wenn man diese vorsichtig löst, kann man den Propeller abnehmen und
den nicht mehr benötigten Anker entfernen.

3. Ein DC-DC Wandler:
Ich habe von einem
bekannten Versandhaus das abgebildete Teil erworben. Dieses ist in
der Lage aus einer Spannung zwischen 6-24V eine konstante 5V Spannung
zu liefern.

4. Eine Flexible Welle:
Diese habe ich aus einem Dremel-Set entwendet und ist ca. 100cm lang
und hat einen Durchmesser von 3mm. Mann kann aber auch eine Tachowelle
nehmen - diese haben i.d.R. einen Durchmesser von 4mm, was hier
allerdings kein Problem darstellt.

5. Zwei Gleichrichter (Graetzgleichrichter):
Verwendet werden in diesem Projekt zwei W06G Gleichrichter, die aus
der Wechselspannung des Schrittmotors eine "Gleichspannung" machen.

6. Kondensatoren:
Damit die Pseudo-Gleichspannung des Wechselrichters einigermassen
"gerade" wird, sollten ein paar Elkos mit einer Kapazität von ca. 4000
uF und 25V Spannung verwendet werden. Ich habe hierfür 4 x 1000
uF/25V Kondensatoren parallel geschaltet.

7. Eine Zweifach-Luesterklemme:
Benötigt werden zwei dieser Luesterklemmen. Diese haben einen
Innendurchmesser von 4mm. Sobald man die Schrauben gelöst und die Innenhülsen entnommen hat, dienen diese
später zur Befestigung der flexiblen Welle. Genaue Beschreibung siehe
"Umsetzung".

8. Einen Strömungskegel:
Dieser ist zur Lastminimierung des sich später im Wasser befindlichen
Ventilators hilfreich. In einem 1 € Shop habe ich hierzu ein
Kinderspiel-Set, bestehend aus vier "Eisbechnern" und einem
"Eisportionierer", gekauft.

9. Eine Grundplatte für den kegelförmigen Gegenstand:
In meiner Werkstatt hatte ich noch eine Plastiklatte (BxLxH:
30x400x8mm), die weich genug war, um mit einem 44mm Rundbohrer einen
kreisrundes Element herauszuschneiden. Wie auf dem Bild erkennbar, ist
der ausgeschnittene Kreis etwas größer als 30mm, was aber ebenfalls
keine Problem darstellt.

10. Einen "Turbineneinlass":
Hierzu verwende ich einen alten 1kg Joughurtbecher, der auf die
richtige Größe abgeschnitten wurde und mittels Heißkleber am
Ventilatorrahmen befestigt wurde.

11. Eine Box:
Diese wird dazu verwendet, dass die Elektronik, sowie das Powerpack
später vor Spritzwasser geschützt sind. Ich verwende eine Box, die ich
bei einem chinesischen Versandhandel bestellt habe und ein paar
elektronische Komponenten beinhaltete. Die Größe ist ca. 185x89x45mm
Außenmaß, und 182x85x42 Innenmaß.

12. Befestigung an Schrittmotor:
Damit eine schraubbare Aufnahme am Schrittmotor entsteht, habe ich
eine kleine LED Lampe auseinander geschraubt und die Kappe hiervon
verwendet.

Vorgehen:
"Turbine"
Nachdem dem Ventilator das elektrische "Innenleben" entnommen wurde,
muss die Grundplatte befestigt werden.Da der Kegel eine schräge
aufweist, muss die Grundplatte noch angeschrägt werden. Hierzu haben ich durch
das vom Kreisbohrer vorhandene Loch eine Schraube gesteckt, diese mit
einer Mutter befestigt und in eine Standbohrmaschinen eingespannt. Mit
einem scharfen Stechbeitel habe ich den zuvor gemessenen Winkel auf
die Plastikscheibe übertragen.
Nach dieser Vorarbeit sollte die Plastikscheibe mittig auf der ebenen
Fläche des Lüfterrads plaziert und von unten mit zwei kleinen
Holzschrauben fixiert werden. Der "Eiskegel" wird abgeschnitten,
sodass der Außendurchmesser dem der ebenen Fläche des Lüfters
entspricht.
Damit die flexible Welle später halt findet, habe ich mittig ein Loch
in die Spitze des Kegels gebohrt und den einen Teil der
Luesterklemme mittels Heißkleber von innen befestigt. Die innenliegende
kleine Schraube der Luesterklemme habe ich ganz hereingedreht, sodass
der Heißkleber mehr Angriffsfläche hat.
Nachdem der Kegel präpariert wurde, kann er nun mittels zwei kleinen,
seitlich angebrachten
Holzschrauben an der Grundplatte befestigt werden.

"Generator"
Zunächst muss die Verbindung zu dem kleinen Zahnrädchens des
Schrittmotors hergestellt werden.
Ich habe hierfür eine kleine Plastikschale aus einem Mini-LED-Licht
verwendet, da diese einen ähnlichen Außendurchmesser wie das Zahnrad
hat. Die hintere Seite, an dem sich eine kleine Öse befindet, habe ich
abgesägt und eben geschliffen. Mittels Heißkleber wird die zweite
Luesterklemme darin mittig befestigt.
Ein etwas längeres Stück Schumpfschlauf befestigt dann das Zahnrad des
Schrittmoteros mit der Plastikkappe. Wichtig hierbei ist, den
Schrumpfschlauch etwas länger abzuschneiden, sodass dieser sich beim
Erhitzen hinten um das Zahnrad und vorne um die Plastikkappe schmiegt
um somit den später vorhandenen Zug des Ventilators auszuhalten.

Sobald die Befestigung erfolgt ist, kommt nun der "elektrische" Teil.
Hierzu muss zunächst geprüft werden, welche der vier Kabel des
Schrittmotrs zusammen gehören. Am einfachsten ist es, die beiden Kabel
zu finden, die mittels Ohmmeter einen Widerstand haben von 8-12 Ohm
haben (der Innenwiderstand steht i.d.R. auf dem Schrittmotor).
Die zusammengehörigen Kabel werden jeweils an den Wechselspannungspins
der Wechselrichter angeschlossen .Die Gleichspannungspins des
Wechselrichters werden parallel geschaltet und auf die Kondensatoren
gegeben (Polung beachten!!!).Die nun verfügbaren Plus- und Minus-Pole
werden an den DC-DC Wandler angeschlossen.

Damit der Schrittmoter stabil in der Box befestigt werden kann, habe
ich ein Stück Holz passend zugesägt und mittig ein 12mm Loch gebohrt.
Ein etwas größeres Loch ist seitlich an der Box ebenfalls gebohrt
worden.
Mittels der vorhandenen Löcher am Schrittmotor habe ich diesen mit der
Achse durch das 12mm Loch des Holzes gesteckt und mittels kleinen
Holzschrauben befestigt. Die Holzplatte mit angebrachtem Schrittmotor ist dann soweit in der Box an
die Seite des vorgeborten 14mm Lochs beschoben worde, sodass der
Befestigungsteil mit der Luesterklemme heraus ragt und mittels kleinen
Holzschrauben befestigt werden kann.

Inbetriebnahme:
Die flexible Welle wird mittels den beiden Luesterklemmen und der
Schraube befestigt. Damit diese Befestigung eine bessere Zuglast
ertragen kann, habe ich noch ein kurzes Stück Schrumpfschlauf über die
Enden der Welle gesteckt.
Zum Testen bin ich an einen hier vor Ort liegenden Fluss gelaufen und
habe die "Turbine" zu einer Stromschnelle geführt. Die
Fließgeschwindigkeit war mittelmäßig, aber der Propeller drehte sich
und lud das Powerpack auf (siehe
Youtube-Video).

Das gesamte Mini-Kraftwerk ohne Powerpack (Box mit Elektronik, Welle
und "Turbine") wiegt ca. 450g.
Je nach Fließgeschwindigkeit des Flusses wird vermutich eine
Netto-Leistung von 0,5 - 1,0 Watt erzielt.
Neben den ohnehin vorhandenen Bauteilen, belief sich der Warenwert bei mir auf ca. 5€.
- 1,00€ DC-DC Wandler
- 1,00€
Kinderspielzeugkegel
- 0,50€ Gleichrichter
- 1,00€ Kondensatoren
- 1,50€ Steckkabel und Befestigungspfosten
Link zum Video auf Youtube:
https://youtu.be/iMW0wa4bR0Q
Ich wünsche viel Spass beim Basteln.
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